Ein Jahr im Jugendtheather der Kolpingbühne Starnberg

Ablauf einer Produktion

 

 

Das Theaterjahr der Jugendgruppe beginnt, sobald die bisherige Produktion im Frühjahr eines Jahres abgeschlossen ist.

Wir, die Jugendleiter Barbara Schwab und Verena Scheibengraber, machen uns ab Mai/Juni eines Jahres Gedanken, ob wir ein bereits von uns inszeniertes Theaterstück wieder zur Aufführung bringen oder ob wir uns auf die Suche nach einem neuen Stück machen. 

 

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Durch unser bereits 25-jähriges Bestehen können wir auf ein festes Repertoire, bestehend aus mindestens 10 Theaterstücken, zurückgreifen. Eine Wiederauflage ist kein Problem. Unsere Schauspieler werden älter, aber auch unsere kleinen Gäste ändern sich. So dass nach 8 Jahren ein fast neues Ensemble vor einem komplett neuen Publikum spielen kann.

 

Vor den Sommerferien fragen wir in die Gruppe, wer alles im kommenden Jahr wieder dabei sein wird. So können wir über die Sommerferien Vorarbeit leisten. Grundsätzlich gild, dass alle Kinder und Jugendliche mitspielen können; das bedeutet, gegebenenfalls werden Rollen dazugeschrieben, gestrichen oder doppelt besetzt.

 

Spätestens im Oktober geben wir bei einem unserer Treffen den Titel des neuen Stücks bekannt. Die Schauspieler haben dann die Möglichkeit, sich ihre Rollengröße zu wünschen. Die Besetzung obliegt aber grundsätzlich der Spielleitung. 

Sobald die Vorbereitungen für das Stück abgeschlossen sind, halten wir Ende November eines Jahres unsere Leseprobe mit Bekanntgabe der Rollenbesetzung ab. Hier sind auch Unterstützer des Erwachsenentheaters - also Maske, Kostüme, Technik und Bühnenbau - und viele Zaungäste anwesend und fiebern beim gemeinsamen Lesen des Stücks mit. Auch der bis dahin "geschnitzte" Probenplan wird and diesem Abend ausgeteilt. In diesem ist genau aufgeführt, wer zu welchem Probentermin zur Verfügung stehen muss.

 

Bevor es in die Weihnachtsferien geht, halten wir im Dezember noch zwei sogenannte Textproben für die größeren Rollen ab. Wir besprechen die Charaktere der einzelnen Rollen, Bühnenbild, geben Pausen und Betonungen der Einsätze vor. So lernen die Schauspieler ihren Text leichter und wir müssen bei den einzelnen Proben weniger bis gar nichts mehr korrigieren. 

"Unser Anspruch ist, dass zur ersten Probe der Text sitzt. Das erleichtert die Rollenarbeit."

 

In den Weihnachtsferien beginnt die Suche nach den Requisiten, die für das Spiel auf der Bühne gebraucht und bereits während der Proben benötigt werden. Vieles haben wir im Fundus, aber gerade bei neuen Stücken wird viel Neues benötigt.  

Nach den Weihnachtsferien beginnen die eigentlichen Proben auf der Bühne. Bis zu drei Mal pro Woche sind die Spieler und das Regieteam im Pfarrzentrum zu finden. Von 17 Uhr bis 19 Uhr dauern die Proben, ein ausgeklügelter Plan sorgt dafür, dass jeder dann Probe hat, wenn er auch Zeit hat.

 

Bei den Kostümproben bekommen die jungen Schauspieler ihre Kostüme - meist aus dem eigenen Fundus der Kolpingbühne. OHne Umschneider geht es meist nicht, damit alles auch richtig passt. Und mal mehr und mal weniger Kostüme müssen von den vielen fleißigen Helferinnen - allen voran unsere "Schneidermeisterin" Maria Brechtelsbauer - komplett neu geschneidert werden.

Ohne Lichtproben, in denen die richtig Ausleuchtung der Bühne mittels der bis zu 50 Scheinwerfer und Filter festgelegt wird, und Computer geht es auch im Jugendtheater nicht mehr. Jede Szene wird von Martin Brechtelsbauer, dem technischen Leiter der Bühne, einzeln in den Beleuchtungscomputer eingespeichert. Jeder Lichtwechsel kann dann während der Aufführung per einfachen Knopfdruck abgerufen werden.

Parallel zu den Proben erfolgt der Bühnenbau, bei dem die Kulissen teilweise neu gebaut oder überarbeitet werden. Auch diese Tätigkeiten werden von Mitgliedern der Kolpingbühne durchgeführt.


Etwa zwei Wochen vor der Premiere beginnt die „Hochzeit“. Der Saal wird als Theatersaal bestuhlt, die Bühne wird aufgebaut, die Kulissen sind bespielbar, die Kostüme und Masken fertig, die Beleuchtung ist festgelegt, der Text sitzt. In der Samstagsprobe, eine Woche vor der Premiere, werden diese einzelnen Bestandteile zusammengesetzt. 

Meist können wir  uns zu diesem Zeitpunkt schon über viele Zuschauer freuen, denn der Start der Einlasskartenreservierung hat bereits am Rosenmontag begonnen und ein Großteil der Karten ist vergriffen. 


Mit Haupt- und Generalprobe endet die Probenzeit, die mit großer Spannung erwarteten Aufführungen beginnen. Toi,toi, toi – hoffentlich auch diesmal wieder vor vollem Haus.

 

Hast du Interesse bei uns mitzumachen? Dann melde dich einfach bei mir. 

 

Barbara Schwab - Tel. Nr. 0172 - 8333443